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Samstag, 13. Oktober 2018

Teamwork im NaNoWriMo - Motivation in Schreibgruppen

Wer beim NaNoWriMo mitmachen möchte, hat zwei Möglichkeiten diesen zu bestreiten. Alleine oder in einer (kleinen) Gruppe. Und es gibt durchaus einige, die den Wunsch haben, den NaNoWriMo nicht alleine, sondern in einer Gruppe zu gewinnen. Oder zumindest mit Unterstützung von anderen Schreibenden, die ebenfalls das Ziel verfolgen, im November die 50.000 Wörter zu knacken.

Es ist völlig in Ordnung, wenn du alleine schreiben möchtest. Du kannst alleine entscheiden, wann du schreibst, und musst auf niemanden Rücksicht nehmen. Und du musst dir nicht ansehen, dass jemand anderes noch mehr schreibt als du. Etwas, was einige eher frustriert als motiviert.

Aber ab und an kann es motivierend sein, mit anderen zu schreiben. Man motiviert sich gegenseitig oder treibt sich an, doch endlich mal zu schreiben und nicht noch eine Seite zu suchen oder ein Video auf YouTube zu schauen (oder anders auszudrücken: zu prokrastinieren). 


Mittwoch, 26. September 2018

Der Masterprocrastinator

Vor kurzem ertappte ich mich wieder einmal dabei, nichts zu tun. Nicht, dass ich mich aktiv von der Arbeit abgehalten hätte… Ich meine, ich hätte an meinem Portfolio für die Uni schreiben können… Oder an diesem Artikel… Oder an meiner Kurzgeschichte… Oder an der Vorbereitung für meine Masterarbeit… Aber man wird ja wohl auch mal Nichts tun dürfen?! Das dachte ich mir zumindest und gammelte so vor mich hin. Im Hinterkopf immer diese leicht säuerliche, leise, schnöselige Stimme, die mich daran erinnerte, dass die Deadline für das Portfolio am Ende des Monats ist und die Deadline für den Artikel schon in fünf Tagen… Manchmal besteht Nichtstun bei mir auch aus zwei Stunden YouTube-Videos gucken und sich am Ende fragen, wie man bei „Game of Thrones – Sansa Stark – Staffel vier“ gelandet ist, obwohl man gerade bei Staffel eins, Folge fünf war und keine Ahnung hat, was da gerade auf dem Bildschirm abgeht. 


Samstag, 22. September 2018

Disziplin & Willensstärke *Peitschenknall*

Du sitzt am Schreibtisch und starrst das leere Blatt an, das trotzig zurück schaut. Jetzt hast du es tatsächlich einmal geschafft, dich zur im Kalender eingetragenen Zeit – deiner Schreibzeit! – an die Arbeit zu machen … und dann bleibt sie aus, die Inspiration. Du holst dir einen Kaffee, der sie ersetzen soll, später ein wenig Schokolade zum Trost, weil es damit doch nicht geklappt hat. Nach höchstens 20 Minuten, die dir wie zwei Stunden vorkommen, gibst du dann auf: Heute ist kein guter Tag zum Schreiben, morgen wird es besser laufen. Weshalb solltest du dich also noch länger damit herumquälen? 

Mittwoch, 19. September 2018

7 Gründe warum es nicht einfach ist, ein Buch zu schreiben*

*In diesem Artikel geht es darum, ein Buch schreiben und veröffentlichen zu wollen. Wer nur für sich schreiben möchte, hat vermutlich nur einen Bruchteil dieser Probleme.

Überall wird suggeriert, man kann ganz einfach ein Buch schreiben. Man braucht nur eine gute Idee und muss sich jeden Tag hinsetzen. Aber kaum einer sagt einem, dass es mehr ist als das. Schreiben können, ist die eine Sache, das, was hinter dieser einfach klingenden Sache steht, etwas komplett anderes. Über einige Punkte habe ich schon im Schreibmeer gesprochen, zum Beispiel „Warum Schreiben als Hobby scheiße ist“ und „Warum Schreiben als Beruf scheiße ist“.

Wie bei vielen Autoren wurde auch bei mir der Wunsch, Geschichten niederzuschreiben, in der Kindheit bereits geweckt. Zunächst hat meine Mutter mir vorgelesen, dann begann ich selbst zu lesen, dachte mir Geschichten aus und schreib sie schließlich auf. Dieses Geschichten ausdenken war kinderleicht. Ich brachte sie einfach zu Papier, wie sie mir in den Sinn kamen. Niemals habe ich auch nur über Spannungsbögen oder Charakterentwicklung nachgedacht. Freunde, denen ich eine meiner Geschichten zeigte, waren begeistert und wollten wissen, wie es weiter geht. In den meisten Fällen steht man mit diesem schrägen Hobby aber ziemlich allein da, verheimlicht es sogar vor Freunden oder der Familie. Es ist eben ein eigenes Ding, das man eben tut. Und weil man es tut, wächst bei vielen der Wunsch heran, irgendwann ein Buch zu schreiben. Und ich glaube, dort fängt das Problem auch schon an.


 

Samstag, 15. September 2018

7 Wege, wie du deinen Erfolg als Autor sichtbar machst

"Ein Autor/Eine Autorin ist nur dann erfolgreich, wenn er/sie veröffentlicht wurde!" Dieser Glaubenssatz ist noch weit verbreitet.

Es kann niederschmetternd sein, auf einen Verlagsvertrag oder einen Platz in der Anthologie zu hoffen und Absage um Absage zu kassieren. Was die meisten Autoren/Autorinnen dabei jedoch vergessen: Erfolg sollte nicht darüber definiert sein, ob sich ein Herausgeber deinem Werk annimmt. Wir Autoren und Autorinnen haben alle unsere Erfolge, die jedoch kaum jemand wahrnimmt. Nicht einmal wir und deshalb denken wir oft, dass wir gar nichts erreichen. Damit ist jetzt Schluss! 



Mittwoch, 12. September 2018

Warum ein detaillierter Plot nicht Langeweile bedeutet

Wann immer ich mich unter Autoren umschaue, sind sie sich ähnlich und zugleich verschieden. Sie alle lieben das Schreiben, sie stecken Herzblut und Arbeit in ihre Projekte und doch tun sie das auf unterschiedliche Weise.

Der eine plant seine Geschichte grob, der Nächste überhaupt nicht und wieder ein anderer weiß alles, noch bevor er das erste Wort zu Papier bringt.


Samstag, 28. Juli 2018

Körpersprache – ein Phänomen für sich

„Die Körpersprache ist zwar stumm, aber vielsagend.“ - Helmut Glaßl

Aus eigener Erfahrung kann wohl jeder eine Situation nennen, in der die Intention des Gegenübers nicht verbal ausgedrückt wurde, sondern über Mimik, Gestik und Körperhaltung vermittelt wurde. Die Körpersprache eines Menschen verrät oft mehr, als man zunächst annimmt. Manchmal sind es offensichtliche Reaktionen wie Schwitzen bei Nervosität oder rote Flecken im Gesicht bei Aufregung und manchmal unscheinbare wie das leichte Kräuseln der Nase bei Unwillen.



„Während wir selbst unfähig sind, unsere eigene Körpersprache zu lesen, ist sie für alle Welt sichtbar.“ - Siegfried Santura 

Samstag, 21. Juli 2018

Her mit der Inspiration! Wie inspiriere ich mich für neue Geschichten?

Eine Freundin hatte mich einst gefragt: „Woher kommt die Idee deiner Geschichte?“ und ich wusste keine Antwort darauf, zumindest keine, die man in einen Satz packen könnte…

Als ich mich wirklich mit der Frage beschäftigte, wurde mir klar, dass ich vieles unbewusst machte, wenn es um das Schreiben und seine Ideenentwicklung ging. Ich bin auch der Meinung, dass jeder einzelne von uns seine Ideen in der Tiefe seines Herzens findet – diese Geschichten, die einen Autor ausmachen, die er vielleicht selber zu verarbeiten hat, die er anderen mitgeben möchte oder die er gerne selber lesen würde! 

 

Mittwoch, 18. Juli 2018

Tippen im Dunkeln - 10-Fingerschreibsystem

Ich habe neulich erfahren, dass viele das 10-Fingerschreibsystem in der Schule mit Schreibmaschinen lernten. Sie waren verblüfft, dass einige aus meiner Generation das nie gelernt haben. Ich habe mir meine Gedanken dazu gemacht und denke, es hängt mit dem Umbruch der Nutzung von Schreibmaschinen zu Computern zusammen. Nicht jede Schule konnte sich Computer leisten und Schreibmaschinen waren groß, schwer und laut. Ich habe einen Rückblick in meine Vergangenheit gewagt und nach Situationen gesucht, in denen ich es hätte lernen können:

Samstag, 14. Juli 2018

Sieben Schritte, wie du deine Artikel in Magazinen unterbringst

Im letzten Post zum Thema habe ich von den sieben guten Gründen erzählt, dich auch einmal an einem Artikel zu versuchen. Vielleicht hat dich das ja dazu angeregt, einmal ein paar Schreibschritte in diese Richtung zu unternehmen. Und jetzt? Wie schaffst du es, einen Artikel in eine Zeitschrift – Print oder online - zu bekommen?

Es spricht nichts dagegen, klein anzufangen. Es gibt dir tatsächlich einen Energieschub, deinen Namen gedruckt oder gepostet zu sehen – der dir durchaus helfen kann, eine mögliche Hemmschwelle von „ich trau mich nicht“ zu überwinden. Und dann ran an die ganz Großen! :-) 



Mittwoch, 4. Juli 2018

Gibt es einen Bestseller-Code?

In letzter Zeit hat das Sachbuch „Der Bestseller-Code“ von Jodie Archer und MatthewJockers für Wirbel in der Autorenszene gesorgt. Wir hatten es heimlich ja schon immer geahnt – und die Lektüre diverser Schreibratgeber hat es uns gelehrt: Es gibt einen Masterplan guter Bücher. Als Mediennutzer brauchst du dir ja bloß ein paar Hollywood-Blockbuster anzuschauen und dann weißt du, es gibt dieses Schema, das immer passt. Aber ist es wirklich so einfach, einen Bestseller zu landen? Und was haben die Autoren des Werkes „Der Bestseller-Code“ denn nun konkret herausgefunden?

 

Samstag, 30. Juni 2018

Die sieben besten Gründe, Artikel zu schreiben

Natürlich will auch ich einmal mein Geld mit dem Schreiben literarischer Bestseller verdienen, die Leserschaft wie Kritiker*innen gleichermaßen begeistern! ;-) Doch bis es soweit ist, schreibe ich Artikel, Kolumnen, Portraits oder Interviews für diverse Zeitschriften – nicht nur mit Vergnügen, sondern auch mit Gewinn! Schreiben ist ein Handwerk, das beim Verfassen von kurzen, informativen oder auch stimmungsvollen Texten bestens erlernt und geübt werden kann.

Mit jedem Wort, das du schreibst, gewinnst du mehr an Erfahrung und mehr Sicherheit im Ausdruck! Das Schreiben von Artikeln bringt dir – auch auf lange Sicht - solide Erkenntnisse und funktionierende Arbeitsmethoden. Dieses sind für mich die sieben besten Gründe, um sie zu schreiben. 


Mittwoch, 27. Juni 2018

Wenn die Leidenschaft zum Stress wird – Schreiben im Überlebensmodus

Während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, denke ich, dass mich das ja eigentlich schon wieder viel zu sehr stresst und ich mir lieber eine Pause gönnen sollte. Aber zugleich ist das Thema dieses Artikels zu wichtig, weil es jeden von uns treffen kann.

Zunächst einmal: Schreiben ist wichtig und macht Spaß. Wir schreiben, um dem Alltag zu entfliehen, Probleme zu bewältigen, Erlebnisse aufzuarbeiten und weil die Ideen in unserem Kopf danach verlangen, rausgelassen zu werden. Wir schreiben, um uns mitzuteilen, damit die Welt einen Anteil an den Geschichten in uns hat. 



Mittwoch, 13. Juni 2018

Planlos glücklich: Ohne Plot zum Roman

Ich begann mit dem Schreiben, als ich sieben war. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Charakterentwicklung, Spannungsbogen oder Szenenaufbau. Erst ein paar Jahre später bin ich in den Weiten des World Wide Webs über ein Wort gestolpert, das meine ganze Sicht aufs Schreiben für immer verändern sollte.

PLOT.

Es brannte sich wie ein heißes Eisen in meinem Gedächtnis ein und war jahrelang mein ständiger Begleiter beim Schreiben. In jedem Forum, in dem ich aktiv war, in jeder Schreibgruppe und in jedem Ratgeber, den ich gelesen habe, schien derselbe Tenor zu herrschen: ohne Plot und Planung, kein Roman. 

Samstag, 9. Juni 2018

Wunschberuf: Autor.

Ehrlich gesagt, halte ich nicht viel von Aussprüchen wie "Man darf nie aufhören zu träumen". Für mich klingt das nach einem netten Lebensmotto, das man sich gerne als Wandtattoo über das Bett hängt, einen aber nicht wirklich weiterbringt. Natürlich gebe ich mich auch Tagträumen hin. Aber im Grunde bin ich ein Mensch, der sich Ziele setzt und auch daran arbeitet, diese zu erreichen. 


 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Warum Schreiben so klasse ist

Schreiben ist mit Abstand die effizienteste und einfachste Methode, Krisen zu bewältigen, Blockaden zu überwinden und den Künstler in sich zu entdecken. Nebenher hilft es bei der Selbsterkenntnis, weckt Kreativität und macht einfach Spaß! Hier ein wenig Anregung für all jene, die der „Bug der Berufung“ noch nicht gebissen hat. 

Mittwoch, 30. Mai 2018

Writing Excuses – Masterclass #10: Struktur und Story Q & A

Willkommen zurück zu den Writing Excuses. Im letzten Beitrag haben wir uns mit Fragen befasst, die ihr euch stellen könnt, um eure Geschichte besser formen zu können, welche Fragen sich Leser stellen könnten und wie es möglich ist, Plotlöcher zu stopfen.

In diesem Artikel geht es um direkte Fragen zum Thema Struktur, welche die Podcasthörer beschäftigen. Storystrukturen sind Werkzeuge. Ihr müsst schauen, ob sie euch helfen. Tun sie das nicht, legt sie beiseite und versucht etwas anderes. Keines dieser Werkzeuge ist ein Zauber, das euer Buch schreibt. Es sind nur Hilfsmittel, die euch unterstützen, eure Gedanken zu organisieren. Macht euch nichts daraus, wenn es euch nicht gelingt, alles beim ersten Mal perfekt anwenden zu können. Für viele ist es neu und manche können einfach nicht viel mit Struktur anfangen. Trotzdem sind im Folgenden für alle Interessierte ein paar Fragen zum Thema im Podcast zusammengefasst. 



Samstag, 26. Mai 2018

Plausibilität erschaffen

Plausibilitätsstrategien anhand von Juli Zehs Gesundheitsdiktatur in „Corpus Delicti“

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich voller Vorfreude den zweiten Band einer Trilogie angefangen und wurde schon nach den ersten paar Kapiteln stutzig. Ich denke, jeder hatte mal so einen Augenblick in einer Lesehistorie. Plötzlich ergibt eine Szene keinen Sinn mehr. Gründe gibt es dafür wohl viele. Der Autor hat aus Versehen einen Namen verwechselt, der Handlungsstrang wird plötzlich gewechselt oder etwas Absurdes tritt ein. Um diesen letzten Fall soll es nachfolgend gehen. Wie können wir als Autoren Absurdes vermeiden und in welchen Fällen müssen wir das überhaupt? 



Mittwoch, 23. Mai 2018

Wie erschaffe ich eine Fantasywelt Teil 3 – Völker & Kulturen

Nachdem ich in den letzten beiden Teilen Tipps zur Erschaffung einer Welt und ihrer Tier- und Pflanzenwelt gegeben habe, möchte ich mich in diesem Artikel der Erschaffung von Völkern und ihren Lebensweisen widmen. Wie auch zuvor sind die dabei behandelten Aspekte Denkanstöße, die helfen, eure Völker lebendiger und realistischer zu machen. Was davon ihr verwendet und in welcher Detailfülle hängt davon ab, was ihr über die jeweilige Gesellschaft aussagen wollt und welche Rolle es in eurer Geschichte spielt. An diesem Punkt des Worldbuildings habt ihr möglicherweise schon eine recht gute Vorstellung, welche Art(en) von Kultur(en) ihr für eure Geschichte braucht, so dass dieser Artikel vor allem als Gedankenstütze dient, was ihr auf jeden Fall beachten solltet, damit eure Schöpfung wohldurchdacht ist. 




Samstag, 5. Mai 2018

Plotbunnyzirkus – bloß nicht den Fokus verlieren!

Ihr kennt das sicher: Man sitzt an einer Geschichte, es läuft ganz gut und plötzlich fällt einem die nächste Geschichte ein. Wenn das nicht geschieht, ruft eine befreundete Autorin zu einer gemeinsamen Schreibaktion auf oder es gibt eine interessante Ausschreibung. Der neue Plot drängt sich auf und man kommt ins Grübeln, ob das, was man gerade schreibt, überhaupt Sinn macht und seine Zielgruppe finden wird.